Dazu gibt es keine Alternative? Doch, doch!

Der klassische Debattentotschläger war eines der Lieblingswerkzeuge von Peer Steinbrück, so lange er noch Minister oder Ministerpräsident war. Jetzt, als Nicht-mehr-Regierendem, fallen ihm wahrscheinlich täglich Alternativen ein, und jetzt wird er eher geneigt sein, dem Antidogma des großen Leonardo da Vinci zuzustimmen: „Es gibt immer eine andere Möglichkeit.“ Hier ein paar davon.

Im Buch finden Sie Alternativvorschläge zum

  • Absägen des zu groß gewordenen Baumes
  • täglichen oder niemaligen Fleischessen
  • Elfmeterschießen beim Fußball
  • Löhnesenken in der Globalisierung
  • Numerus clausus an den Hochschulen
  • Schließen von Theatern wegen Staatsverschuldung
  • Bau von Umgehungsstraßen trotz Staatsverschuldung
  • Hinnehmen von Burn-outs.

Hier ergänze ich ab und zu weitere schöne Ideen, die mir unterkommen.

Skate Aid: Skateboarder in Afghanistan
Foto: Maurice Ressel/OH (in Süddeutsche Zeitung 23.2.2015)

Afghanistan: Wir können nichts dagegen tun, dass afghanische, pakistanische, palästinensische, tschetschenische, tunesische Jugendliche sich Terroristengruppen anschließen? Der deutsche Unternehmer Titus Dittmann gründete zur Vorbeugung unter der Marke Skate-Aid Skateboarding-Schulen in Afghanistan, Albanien, Palästina und Uganda. Sie vermitteln Lebensbildung. Dittmann: „…wir brauchen junge Leute, die für etwas brennen und auch mal opponieren. Wer auf dem Skateboard steht, der wird eher nicht zur Kalaschnikow greifen.“ Dittmann wurde von der Pädagogik-Messe Didacta zum „Bildungsbotschafter 2015“ ernannt.

Kapitalismus: Der italienische Ökonom Giacomo Corneo macht sich in seinem Buch „Bessere Welt“ Gedanken über alternative Wirtschaftssysteme. Die sonst ziemlich kapitalistische Zeitschrift brandeins (7/2014) war beeindruckt. Ein Hinweis von Jürgen Beetz.

Wahlen: Immer mal wieder behaupten Freundinnen und Freunde in Diskussionen, man könne bei Bundestagswahlen usw. keine der Parteien auf dem Zettel wählen, da doch alle lügen, korrupt sind, verblendet, was weiß ich. Deshalb gehen sie nicht mehr zur Wahl oder sie gehen hin und machen ihren Wahlzettel ungültig. Ich weiß eine Alternative: Ehe ihr gar nicht hingeht oder ungültig wählt, wählt doch bitte lieber Die Violetten. Das sind so sympathische Leute; alles, was sie wollen, ist richtig oder zumindest schön (wenn man nicht gerade antispirituell drauf ist wie mein Freund Jürgen B.); und korrupt sind die bestimmt nicht. Da ist doch noch nie jemand drauf gekommen, so eine schräge Gruppe zu bestechen!

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Veröffentlicht von

jejko

Historiker, Politologe, Texter, Rheinländer in Westfalen, Sänger, Radfahrer, Wanderer, Naturbursche, Baumfreund, Pazifist

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