Ist Trump ein Faschist, ein Demagoge oder ein Populist?

Jakob Augstein sagte im »Freitag« vom 10.11.2016, Donald Trump sei ein Faschist. Die meisten deutschen Beobachter bevorzugten bislang das Epitheton Populist. Konrad Ege fand in der gleichen »Freitag«-Ausgabe die Bezeichnung »reaktionärer Demagoge«. Eigentlich komisch, dass das gute alte Wort »Demagoge«, das doch schon das gleiche sagte, nur schärfer, durch das zweischneidige, weich­gespülte Wort »Populist« verdrängt wurde. Aber zunächst zum Faschisten. Hat Augstein Recht? Ist Trump ein Faschist, ein Demagoge oder ein Populist? weiterlesen

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Löhne müssen sinken, um konkurrenzfähig zu bleiben? Ja: in Südkorea!

Jahrfünftelang predigten uns Hans-Werner Sinn und andere Rote-Laterne-Propheten jeden Tag die Ohren voll: Die Löhne in Deutschland sind viel zu hoch, sie müssen sinken, und die Arbeitszeiten müssen steigen, damit „wir“ (deutschen Aktionäre) auf dem Weltmarkt wieder konkurrenzfähig werden. Andernfalls wandert die gesamte Industrie nach Asien ab. Jetzt erklärte ein südkoreanischer Automanager: Die Arbeitskosten in Südkorea sind viel höher als in Europa. Löhne müssen sinken, um konkurrenzfähig zu bleiben? Ja: in Südkorea! weiterlesen

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Stimmt nicht: „Jeder siebte deutsche Arbeitsplatz hängt von der Autoindustrie ab.“

So viele sind es wirklich: 2 %!
So viele sind es wirklich: 2 %!

Anlässlich der VW-Diesel-Krise musste das jahrzehntealte Zahlendogma der deutschen Betonköpfe wieder mal herhalten: „Jeder siebte deutsche Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt von der Autoindustrie ab“, behauptete Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel laut NDR am 22.9.2015,* ohne auch nur den Schatten eines Belegs für seine steile These beizubringen. Allerdings fragte ihn bis jetzt auch niemand nach einem Beleg, da alle Journalisten das Dogma eben seit Jahrzehnten kennen. Es ist jedoch eindeutig falsch. Stimmt nicht: „Jeder siebte deutsche Arbeitsplatz hängt von der Autoindustrie ab.“ weiterlesen

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Da wackeln die Betonköpfe! Dogmendämmerung in Köln, 15.9.2015

Distel im Rinnstein (Foto: Korff)
Distel im Rinnstein (Foto: Korff)

„Flughäfen sind Jobmaschinen.“ – „Wer hohe Managergehälter kritisiert, führt eine Neiddebatte.“ – „Kapital ist ein scheues Reh.“ – „Frauen sind Heulsusen.“ – „Männer denken immer nur an Sex.“ – „Menschen sind von Natur aus Egoisten.“ – „Viel hilft viel.“ – „Wer etwas kritisiert, soll es erst mal selber besser machen.“  – Haben Sie sich auch schon mal über einen solchen dummen Spruch geärgert? Wer in solchen Situationen elegant widersprechen kann, ist klar im Vorteil. Dabei hilft neuerdings ein Buch, und der Autor Jens Jürgen Korff kommt am 15.9.2015 nach Köln. Da wackeln die Betonköpfe! Dogmendämmerung in Köln, 15.9.2015 weiterlesen

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„Ökos arbeiten sorgenfrei im öffentlichen Dienst.“

Gegner des Naturschutzes arbeiten gerne mit der Unterstellung, dass alle, die sich zum Beispiel für den Erhalt eines alten Waldes mit Specht- und Fledermaushöhlen einsetzen, im öffentlichen Dienst arbeiten müssen, als städtische Beamte oder als Lehrer. Denn wenn sie in der freien Wirtschaft arbeiten und sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssten, dann würden sie natürlich stets dem Interesse eines Unternehmens Vorrang geben gegenüber dem Interesse der Menschheit am Erhalt eines Naturerbes. „Ökos arbeiten sorgenfrei im öffentlichen Dienst.“ weiterlesen

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„Flughäfen sind Jobmaschinen“, sagt Roland Koch – Lesung in Bielefeld

Der BUND Bielefeld hat mich eingeladen, anlässlich seiner Mitgliederversammlung am Donnerstag, dem 7. Mai, einen öffentlichen Vortrag zu halten. Es wird eine Lesung mit szenischen Elementen und (hoffentlich) angeregten Diskussionen. „Flughäfen sind Jobmaschinen“, sagt Roland Koch – Lesung in Bielefeld weiterlesen

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„Wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden.“

Das Online-Magazin Telepolis (Hannover) veröffentlichte am 20.2.2015 als Auszug aus dem Buch meine Kritik an Gerhard Schröders Basta-Dogma, nach dem wir nicht von Dienstleistungen leben können, sondern immer erst mal kräftig Stahl, Beton oder Autos bauen müssen, ehe wir uns weicheren Gütern wie Bildung, Gesundheit oder Schönheit widmen können. Ich liefere eine Reihe von Gegenbeispielen. Doch auch die Telepolis-Gemeinde ist nicht faul und debattiert bereits munter meine Thesen. Die meisten dort sind derzeit anderer Meinung als ich. Hier gehe ich auf einige der Argumente ein. „Wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden.“ weiterlesen

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Die zwölf strittigsten Dogmen und Antidogmen

In der Einleitung habe ich Ihnen als Leserin oder Leser die Frage gestellt, ob Sie Dogmen kennen, die sich gegen Konservative, Offiziere oder Adlige richten.
Im Zusammenhang mit dem Dogma „Linke glauben, dass sie immer Recht haben…“ habe ich Sie gefragt, ob Sie außer Frank Schirrmacher weitere ehemalige Konservative kennen, die sich öffentlich von ihrem konservativen Weltbild abgewandt haben.
Aus den Kommentaren meiner Mitleser kenne ich bereits einige Dogmen und Antidogmen, die besonders kontrovers sind. Hier die zwölf mutmaßlich strittigsten: Die zwölf strittigsten Dogmen und Antidogmen weiterlesen

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