„Der Krieg gegen den Terror ist ein gerechter Krieg.“ Wirklich?

Die furchtbaren Mordtaten von Paris beschwören den „Krieg gegen den Terror“ wieder herauf, und erfahrungsgemäß wird dieser bald als „gerechter Krieg“ geheiligt werden. Auch die Kriege gegen Hitler, gegen Milosevic, gegen Saddam Hussein, gegen die Taliban und gegen Gaddafi waren ja „gerechte Kriege“. Als Pazifist bestreite ich das und sage: Menschen zu töten ist vielleicht im Einzelfall gerechtfertigt, aber es kann niemals gerecht sein. „Der Krieg gegen den Terror ist ein gerechter Krieg.“ Wirklich? weiterlesen

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„Konjunktur schadet der Wirtschaft.“

Abstruser geht’s nimmer: Die Tageszeitung Die Welt malte im April 2015 in einem Video einen „Senioren-Crash“ an die Wand, der angeblich deshalb bevorsteht, weil so viele Senioren ihr Geld nicht mehr sparen, sondern ausgeben. Im Film heißt es wörtlich: „Das ausgegebene Geld wird dem Markt entzogen.“ Bitte was? „Konjunktur schadet der Wirtschaft.“ weiterlesen

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Da wackeln die Betonköpfe! Dogmendämmerung in Köln, 15.9.2015

Distel im Rinnstein (Foto: Korff)
Distel im Rinnstein (Foto: Korff)

„Flughäfen sind Jobmaschinen.“ – „Wer hohe Managergehälter kritisiert, führt eine Neiddebatte.“ – „Kapital ist ein scheues Reh.“ – „Frauen sind Heulsusen.“ – „Männer denken immer nur an Sex.“ – „Menschen sind von Natur aus Egoisten.“ – „Viel hilft viel.“ – „Wer etwas kritisiert, soll es erst mal selber besser machen.“  – Haben Sie sich auch schon mal über einen solchen dummen Spruch geärgert? Wer in solchen Situationen elegant widersprechen kann, ist klar im Vorteil. Dabei hilft neuerdings ein Buch, und der Autor Jens Jürgen Korff kommt am 15.9.2015 nach Köln. Da wackeln die Betonköpfe! Dogmendämmerung in Köln, 15.9.2015 weiterlesen

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Griechenland: „Ohne Schmerzen keine Heilung.“

„Auf den Rausch folgt der Kater, auf die Sünde die Kasteiung.“ „Bei knapper Kasse wird gespart.“ „Staaten, die über die Stränge gehauen haben, müssen eisern sparen.“ «Wir können Wohlstand nicht durch Verschwendung herstellen.» «Ohne Schmerzen wird niemand gesund.» Mit Basta-Dogmen wie diesen rechtfertigen Wolfgang Schäuble und andere die Rosskur, die sie Griechenland aufzwingen wollen. Constantin Seibt erinnerte am 2.7.2015 im Tages-Anzeiger (Zürich) daran, dass so schon Herbert Hoover und Heinrich Brüning in den 1930er Jahren ihre Katastrophenpolitik gerechtfertigt haben. Austerität ist, so Seibt, die gefährlichste Idee Europas. Griechenland: „Ohne Schmerzen keine Heilung.“ weiterlesen

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„Der kleine Mann kann da gar nichts tun.“

In meiner Kritik am Duckmäuserdogma schlechthin gehe ich auch auf die Rolle der Revolutionen in der Weltgeschichte ein. Dagegen kommt von konservativer Seite natürlich der Einwand: „Was bringen Revolutionen? Gewalt und Chaos, Bürgerkrieg, nur damit eine neue Clique von Profiteuren die alte Clique verdrängt…“ Gero von Randow hat sich in der ZEIT vom 20.2.2015 mit diesem Argument ziemlich klug auseinandergesetzt. „Der kleine Mann kann da gar nichts tun.“ weiterlesen

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Dazu gibt es keine Alternative? Doch, doch!

Der klassische Debattentotschläger war eines der Lieblingswerkzeuge von Peer Steinbrück, so lange er noch Minister oder Ministerpräsident war. Jetzt, als Nicht-mehr-Regierendem, fallen ihm wahrscheinlich täglich Alternativen ein, und jetzt wird er eher geneigt sein, dem Antidogma des großen Leonardo da Vinci zuzustimmen: „Es gibt immer eine andere Möglichkeit.“ Hier ein paar davon. Dazu gibt es keine Alternative? Doch, doch! weiterlesen

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„Pazifisten sehen zu, wie andere gequält werden.“

Ein Auszug aus dem Kapitel Dogmen über Krieg und Frieden“: Im Sommer 2014 löste Margot Käßmann mit einem Spiegel-Interview* eine Kontroverse um die Frage aus, ob Deutschland sich mit Waffenlieferungen am Krieg gegen die syrisch-irakische Terrortruppe »Islamischer Staat« beteiligen soll.  Schon den Titel »Beten mit den Taliban« hatte der »Spiegel« geradezu infam gewählt, unterstellte er doch, Käßmann habe in dem Interview dafür plädiert, man solle mit den Taliban beten, statt gegen sie Krieg zu führen. „Pazifisten sehen zu, wie andere gequält werden.“ weiterlesen

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„Wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden.“

Das Online-Magazin Telepolis (Hannover) veröffentlichte am 20.2.2015 als Auszug aus dem Buch meine Kritik an Gerhard Schröders Basta-Dogma, nach dem wir nicht von Dienstleistungen leben können, sondern immer erst mal kräftig Stahl, Beton oder Autos bauen müssen, ehe wir uns weicheren Gütern wie Bildung, Gesundheit oder Schönheit widmen können. Ich liefere eine Reihe von Gegenbeispielen. Doch auch die Telepolis-Gemeinde ist nicht faul und debattiert bereits munter meine Thesen. Die meisten dort sind derzeit anderer Meinung als ich. Hier gehe ich auf einige der Argumente ein. „Wir können nicht davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden.“ weiterlesen

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Die zwölf strittigsten Dogmen und Antidogmen

In der Einleitung habe ich Ihnen als Leserin oder Leser die Frage gestellt, ob Sie Dogmen kennen, die sich gegen Konservative, Offiziere oder Adlige richten.
Im Zusammenhang mit dem Dogma „Linke glauben, dass sie immer Recht haben…“ habe ich Sie gefragt, ob Sie außer Frank Schirrmacher weitere ehemalige Konservative kennen, die sich öffentlich von ihrem konservativen Weltbild abgewandt haben.
Aus den Kommentaren meiner Mitleser kenne ich bereits einige Dogmen und Antidogmen, die besonders kontrovers sind. Hier die zwölf mutmaßlich strittigsten: Die zwölf strittigsten Dogmen und Antidogmen weiterlesen

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